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Dokumentation Aufbau Modbus RTU zu Modbus TCP mit MGATE 3280
Gepostet von Julian Zoelly an 18 März 2021 09:10

Dokumentation Aufbau Modbus RTU zu Modbus TCP mit MGATE 3280

Um zu testen, wie die Verkabelung und Kommunikation zwischen einem S+S AERASGARD AFTM-LQ-CO2-Modbus Sensor über ein MGate 3280 zu einem Windows mit Modbus Server Software funktioniert wurde dieser Testaufbau durchgeführt.

SKIZZE TESTAUFBAU

 

Wichtig für RS 485 2-wire mit Modbus

A zu B
B zu A

Ground muss nicht angeschlossen werden.

Wichtige Einstellungen für die Serielle Verbindung:

Baudrate: Ist die Übertragungsgeschwindigkeit: 1 Baud = 1 Signal/s à 19200 Signale/s

Flow Control: Wird bei RS485 per Software gelöst. Bei RS232 gibt es verschiedene HW Einstellungen

RTS/CTS: 2 extra Leitungen werden verwendet, Ready to Send und Clear to send. Die zwei Geräte informieren sich gegenseitig welchen Status sie haben und ob sie bereit sind.

                                DTR/DSR: Funktioniert gleich wie oberes, jedoch orthogonal, eine andere Technik.

Parity: Dient zur Paritätskontrolle, ähnlich wie eine Checksumme um zu überprüfen ob ein Paket korrekt angekommen ist.

FIFO (First In First Out): Das erste Bit das hinein kommt wird auch als erstes verarbeitet.

Stop bit: Das Abschluss-Bit gibt an, dass ein Paket abgeschlossen ist.

Interface: RS485 2w/4w, RS422, RS232

Abschlusswiderstand: Bei Langen Leitungen nötig, dass der Strom nicht zurück in die Leitung fliessen kann und die Übertragung stört. Bei kurzen Leitungen irrelevant.

Modbus Modes:

Das MGATE Gerät wird als Slave definiert, da es «nur» ein Konverter ist. Somit also den angeschlossenen ModbusRTU Slave erweitert auf ModbusTCP Slave.

Initial Delay: muss vom Hersteller des Sensors angegeben werden, wenn vorhanden.

Response Time: Diese kann mit dem MGate automatisch gescannt werden, aber zuerst muss das Modbus Routing eingestellt werden.

Pro Schnittstelle (Channel) können bis zu 254 Slaves angeschlossen werden, 1-254 ist der Adress-Range. Dieser muss von Hand eingetragen werden:

In diesem Fall ist 1 S+S Sensor = 1 Slave mit der ID 1. Die ID muss auf dem Sensor übereinstimmend festgelegt werden, so dass er in dem Range ist.

Danach nochmals mit Auto-Detect die Geschwindigkeit feststellen lassen:

Nun ist die Modbus Konfiguration abgeschlossen.

Server Konfiguration:

Als Beispiel wird der CAS Modbus Scanner und der QModMaster verwendet: